Technik


Der Wasserverband Unteres Lafnitztal betreibt zur Versorgung seiner Abnehmer derzeit 2 Wasserwerke mit einer Aufbereitungskapazität von zusammen 993.600 Liter pro Tag (das Wasserwerk Rudersdorf ist derzeit nicht in Betrieb).

In Heiligenkreuz werden 19 Brunnenanlagen (davon 6 Tiefbrunnen bis 163,5 m Tiefe), in Tobaj 3 Brunnenanlagen, in Krottendorf bei Güssing 5 Brunnenanlagen, in Glasing 1 Tiefbrunnen und in Dobersdorf der tiefste Trinkwasserbrunnen des Burgenlandes mit einer Tiefe von 292 m. In Rudersdorf besitzt der Wasserverband 4 weitere Brunnenanlagen in Rudersdorf (davon 2 Tiefbrunnen bis 130 m Tiefe). Zusätzlich liefert der Wasserverband Unteres Raabtal unaufbereitetes Wasser aus 4 Brunnenanlagen in Wallendorf (davon 2 Tiefbrunnen bis 108 m Tiefe) in das Wasserwerk Heiligenkreuz, das dort aufbereitet und anschließend wieder retourniert wird.

Der Wasserverband Unteres Lafnitztal verfügt über 8 Hochbehälter mit zusammen 7,18 Millionen Liter Inhalt und beliefert darüber hinaus weitere 5 Hochbehälter von benachbarten Wasserversorgern mit weiteren 6,05 Millionen Liter Inhalt.

Im Verbandsgebiet werden 9 Pumpwerke bzw. Drucksteigerungsanlagen zur Druckerhöhung betrieben, mit einer Förderleistung von zusammen 376.200 Liter pro Stunde. In den Versorgungssystemen der Mitgliedsgemeinden befinden sich weitere 4 Drucksteigerungsanlagen mit einer weiteren Förderleistung von 37.000 Liter pro Stunde. In den Versorgungsystemen benachbarter Wasserversorger werden weitere 5 Pumpwerke beliefert.

Auf Grund der Topografie des Versorgungsgebietes ist der Betrieb von 13 Druckreduzierstationen in den Transportleitungen und weiteren 14 Druckreduziereinrichtungen in den Versorgungsystemen der Mitgliedsgemeinden notwendig, damit die Versorgungsdrücke den maximal zulässigen Wert nicht übersteigen, der sich auf Grund des Altbestandes des Rohrleitungsmaterials ergab.

Der Wasserverband Unteres Lafnitztal hat zur Überwachung seines Netzes und zur Verrechnung der gelieferten Wassermengen 152 Wasserzähleinrichtungen mit magnetisch-induktiven Messeinrichtungen oder Ultraschall-Durchflussmessgeräten im Einsatz. Von diesen Mess- und Zähleinrichtungen sind 119 Stationen mit Digitalfunk ausgestattet oder mit Lichtwellenleiterkabel mit den Wasserwerken verbunden. Dadurch besteht ein umfangreiches Netz von Leckage-Überwachungseinrichtungen. Die Mitgliedsgemeinden haben die Möglichkeit, den täglichen Wasserverbrauch ihres Gemeindegebietes mittels der eigens vom Verband entwickelten Software „Water-Eco-Meter“ online jederzeit abzufragen und zu überwachen.

Die Wasserverteilung im Versorgungsgebiet erfolgt durch 550.440 Meter Leitungen, an die 861 Hydranten angeschlossen sind. Der Wasserverband Unteres Lafnitztal hat alle Anlagenteile in einem digitalen Leitungskataster erfasst und diese Informationen auch jeder Mitgliedsgemeinde für ihr Gemeindegebiet zur Verfügung gestellt. Der Wasserverband Unteres Lafnitztal versorgt fast 30.000 Einwohner in den Bezirken Güssing und Jennersdorf mit Trinkwasser.